Der Körper als Maschine

Unser Körper ist eine biologische Maschine, ohne eigene Entscheidungsmöglichkeiten. Er arbeitet Programme ab, die sich im Lauf der Evolution so entwickelten, wie sie sich heute darstellen.

Die Grundaufgabe eines biologischen Systems ist Reproduktion. Erfolgreiche Reproduktion wird durch Überleben gewährleistet. Darum ist Überleben genauso wichtig, wie die Reproduktion.

Erst seit kurzer Zeit verfügen die meisten Menschen über ein durchgehend ausreichendes Nahrungsangebot. Den allergrößten Teil der Geschichte verbrachten wir mit Nahrungsbeschaffung und Hungerperioden. Diese überlebt man viel besser, wenn es entsprechende Reserven gibt und mit der vorhandenen Energie sparsam umgegangen wird.

Der Körper hat sich daher zu einem "Dagobert Duck" gemausert. Energie wird gespeichert und nur knauserig ausgegeben.

Bevor Dagobert den Fettspeicher leert, werden erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Glukose in den Muskeln wird verbraucht, die Körpertemperatur abgesenkt und Verbraucher runtergefahren.

Um Energie zu sparen werden nicht benötigte Muskeln abgebaut. Dies geschieht immer, unabhängig von der Ernährung. Der Körper trimmt die Muskeln immer auf den aktuell benötigten Stand. Muskeln ohne Belastung sind nicht nötig, also weg damit. Erst wenn die Muskeln wieder beansprucht werden und die Beanspruchung über dem Ist-Zustand liegt, wird der Muskel verstärkt.

Der Körper

Muskeln sind dichter als Fettgewebe und benötigen mehr Energie im Ruhezustand.

1 kg Muskelmasse benötigt im Ruhezustand ca. 13 kcal pro Tag, bei Bewegung mehr. 1 kg Fettgewebe benötigt ca. 3 kcal.

Wird dem Körper Fettgewebe zum Muskelaufbau entnommen, so ändert sich das Gewicht nicht, aber das Körpervolumen.